Nachts bei Hänsel und Gretel war die zweite Station auf unserer Nachtcache-Liste Ende September. Mit dabei: sg81, pieee, mrchrischi, lupita0207, ein paar Kollegen ohne Cachernamen und ich (clfberlin). Gemeinsam hatten wir bereits den Telegrafenberg mit Bonus gemeistert. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten war, dass “Hänsel und Gretel” nicht so reibungslos laufen sollte…

Persönliche Begrüßung am Parkplatz
Mit drei Cachermobilen ging es nach Michendorf. Schon der Parkplatz (N 52° 19.076 E 013° 01.942) war beeindruckend: So viel zivilisierte Parkfläche nur für uns? Das war schon mal viel versprechend. Direkt neben dem Parkplatz wurde ich persönlich von Graffiti begrüßt. Na gut, es fehlt ein “f” – aber wer will schon kleinlich sein?
Ab ging es über einen Trampelpfad zu den Startkoordinaten. Der Hinweis war auch schnell gefunden. Aber nanu? Der Einstieg war identisch mit dem des Telegrafenberg-Nachtcaches. sg81 meinte gleich, wir sollten noch mal schauen, ob es nicht doch der selbe Owner sei. Aber nein – “kleine_taschenlampe & Kloepschen”. Nun gut. Durch das Deja Vu lagen wir gut in der Zeit. Also ab zu den angegebenen Koordinaten. Auf dem Weg noch mal rekapitulieren, was in der Wegbeschreibung stand. Eine Station ist ersatzlos weggefallen, die Beschriftung ist aber z.T. noch alt. D.h. Station 3 ist dann eigentlich Station 2… Ah, wir nähern uns den Koordinaten. Dort ein Baum. Ist das jetzt Station 2 bzw. 3? Was steht im Hint zu Station 2? “Kopf hoch”. Ah, ein Vogelhäuschen. Sieht aber eigentlich echt aus. Hm… mal hoch klettern. Bei der ganzen Aktion haben wir einen Baumbewohner erschreckt (und er uns), der in Panik wegflatterte.
Nachdem der Baum intensivst untersucht war, kam ein Team-Mitglied auf die Idee: “Da vorne sind weiße Nadeln – vielleicht ist das hier nur der Einstieg?”. Tatsächlich würde sich das auch mit der Cachebeschreibung decken, laut der ja rote Reflektoren eine Station kennzeichnen. Also los in den Wald. Tatsächlich war die Strecke gut gekennzeichnet und die Streckenführung war intuitiv. Weiße Nadeln: laufen – Zwei weiße Nadeln: Achtung – Rote Nadel: Station. So kamen wir dann zur tatsächlichen Station 2 (ehemals 3). Hier stimmte alles. “Kopf hoch.” Wir waren auf dem richtigen Weg.
Also auf zu Station 3 (ehem. 4). Hm, “Baum im Baum?” – ah ja! Da – und da noch einer… Gleich zwei Stationen auf einmal? War das jetzt 3 oder gleich 3 und 4? Nun ja, die Hinweise waren ja nummeriert. Das sollte wohl heißen: Erst die eine, dann die andere Koordinate aufsuchen. Also los zur ersten Koordinate. Dort angekommen hieß es Suchen und abermals Suchen. Das konnte doch nicht sein. 10 Leute finden keine Reflektoren? Also noch mal die Cachebeschreibung:
Jetzt heißt’s ein bisschen leuchten, die Bäume strahl’n zurück.
Einer verrät Ihn’n den weit’ren Weg ins Glück.
Ah! Nur eine Koordinate war richtig! Also musste es die andere sein! Los zum zweiten Punkt – und dort… wiederholte sich das Spiel. Keine Reflektoren, keine Station – trotz intensiver Suche. Dies war wieder mal ein typischer Fall von “Wir ziehen los, ohne die Beschreibung verinnerlicht zu haben”. Nora las noch mal alles vor. Na, klar! Da stand es ja ganz deutlich: “Findet Ihr zwei rote Reflektoren, sucht zunächst “etwas” mit einem roten Reflektor!” Mensch! Die Bäume hatten alle zwei rote Reflektoren. Etwas mit einem Reflektor hatten wir nicht gesehen.
Die Truppe marschierte also wieder zurück zu Station 3. Meine Taschenlampe hatte inzwischen den Geist aufgegeben – also Kopfleuchte auf. An Station 3 begann die Suche von Neuem. Erst nach einer ganzen Weile rief sg81 aus etwa 20 Metern Entfernung: “Hier!”. Und tatsächlich: Sauber gekennzeichnet mit einem Reflektor ein “Baum im Baum”. Darin der hilfreiche Hinweis und noch ein weiterer Baum mit Doppelreflektoren. Es war alles die ganze Zeit da und gut erkennbar. 10 Leute mit Tomatenaugen. Tsk, tsk.
Ab da ging dann alles reibungslos. Schließlich wurde jetzt auch die Cachebeschreibung fleißig studiert. Und da war es: Das Hexenhaus – und dann das Vorfinale…! 400ml Wasser sollten wir mitbringen. Und tatsächlich taten wir auch gut daran, genau gemessen zu haben. So offenbarte sich schließlich die Finalkoordinate. Welch eine Erleichterung. Nach selbst verursachten Problemen im Mittelteil hatten wir es geschafft!
Natürlich wollten wir uns auch hier den Bonus nicht entgehen lassen. Aber nun lief alles wie am Schnürchen und auch hier konnten wir uns bald im Logbuch verewigen. Apropos: Das war voll und auch feucht – daher ein Griff in den Rucksack und ein provisorisches neues Logbuch in die Dose. Erleichtert kamen wir knapp 4 Stunden nach dem Start wieder am Parkplatz an. Mit richtigem Lesen der Beschreibung wäre alles inklusive Bonus auch in weniger als 3 Stunden machbar gewesen – aber egal. Ein wolkenloser Himmel, angenehme Temperaturen und ein erfolgreicher Nachtcache – was will man mehr?
Fazit: Schöner Nachtcache mit intuitiver Nutzerführung. Machbar in etwa 3h (wenn man die Cachebeschreibung liest). Die D/T Wertungen passen.
Nachts bei Hänsel & Gretel (NC)
http://coord.info/GC29C6P
Nachts bei Hänsel & Gretel (NC) – BONUS
http://coord.info/GC29C9W